Erziehungsstellen

adobestock_95091550_olesia_bilkei_934.pngDiakonisches Werk Innere Mission Leipzig e.V.
Erziehungsstellen
Evangelische Jugendhilfe
Nikolaikirchhof 3
04109 Leipzig

Ansprechpartnerinnen:
Kathrin Michel: Tel: 0151 22270460
kathrin.michel(at)diakonie-leipzig.de

Michaela Baischew: Tel: 0178 3944027
michaela.baischew(at)diakonie-leipzig.de

Constanze Bukert: Tel: 0151 65498542
constanze.burkert(at)diakonie-leipzig.de

Brit Nitschke: Tel: 015157721737
brit.nitschke(at)diakonie-leipzig.de

Anne Ludolph Eger: Tel: 0177 8216741
anne.ludolph(at)diakonie-leipzig.de


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Elternsein als Berufung

Sie möchten Pflegefamilie werden?

Wir beraten und begleiten ERZIEHUNGSSTELLEN vom ersten Gespräch mit Ihnen bis zur Volljährigkeit des aufgenommenen Kindes.

Erziehungsstellen sind eine besondere Form der Vollzeitpflege, auf der gesetzlichen Grundlage 33 Absatz 2 SGB VIII. In Erziehungsstellen finden Kinder ein neues Zuhause, deren Herkunftsfamilien ihrem Erziehungsauftrag nicht nachkommen können.


Was bedeutet ERZIEHUNGSSTELLENARBEIT?

Erziehungsstellen sind Pflegefamilien, in denen ein Elternteil über einen pädagogischen oder psychologischen Abschluss verfügen muss. Das können zum Beispiel ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, LehrerInnen oder PsychologInnen sein. Der Begriff Familie bezieht zudem auch Paare in gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaft oder Alleinerziehende ein.
In der Regel ist diese Hilfe auf Dauer bis zur Volljährigkeit bzw. Abschluss einer Ausbildung angelegt.

Die Kinder haben Beziehungsabbrüche erlebt, traumatische Erfahrungen machen müssen, sind entwicklungsverzögert, bindungsgestört und leben aktuell in einer Bereitschaftspflegefamilie oder in Wohngruppen.

Durch die Einbindung in eine dauerhafte familiäre Lebensform erhalten die Kinder die Chance verlässliche Bindungen einzugehen, lebenspraktische und soziale Fähigkeiten zu erlernen und traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Akzeptanz der Herkunftsfamilie und die Bereitschaft Kontakte zwischen den Kindern und ihren Eltern zu gewährleisten.


Wir erwarten von Pflegeeltern

  • eine pädagogische oder psychologische Grundausbildung eines Elternteiles
  • ausreichend Wohnraum (ein eigenes Zimmer für das Kind)
  • die gesamte Familie muss die Aufnahme mittragen
  • finanzielle Unabhängigkeit
  • Einfühlungsvermögen, Geduld, Flexibilität, Konfliktfähigkeit, Toleranz, Erziehungskompetenz und hohe Belastbarkeit
  • Offenheit und Transparenz innerhalb des Helfersystems
  • Bereitschaft zur steten Reflexion der pädagogischen Arbeit
  • Zusammenarbeit mit den Beraterinnen des Trägers, dem Jugendamt und der Herkunftsfamilie
  • aktive Mitwirkung am Hilfeplanverfahren


Angebote und Leistungen der Diakonie

  • eine umfangreiche, vorbereitende Schulung der Bewerberfamilien und Unterstützung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen
  • Begleitung bei der abschließenden Prüfung der Eignung durch den Pflegekinderdienst
  • Vorbereitung und Begleitung einer sorgfältigen Kontaktanbahnung mit dem Kind
  • kompetente, kontinuierliche Begleitung und Beratung unter Einbeziehung aller Familienmitglieder, sowie am Hilfeprozess Beteiligter
  • Vorbereitung und Begleitung des Hilfeplanverfahren und der damit verbundenen individuellen Entwicklungsplanung und Dokumentation
  • die Ansprechbarkeit der Beraterinnen besteht für die Familien (auch außerhalb der Dienstzeiten) stets telefonisch und bei Hausbesuchen
  • es besteht zusätzlich das Angebot zu einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch der Familien untereinander und zur Supervision
  • die Beraterinnen begleiten bei Bedarf den Umgang mit der Herkunftsfamilie bzw. vermitteln bei auftretenden Schwierigkeiten
  • auch den Erziehungsstellenkindern stehen die Beraterinnen als feste Bezugspersonen mit Rat und Hilfe zur Seite
  • neben den individuellen Kontakten gibt es regelmäßig Gruppenangebote für die Kinder und Jugendlichen
  • über die zahlreichen, differenzierten Kontakte entsteht ein Vertrauensverhältnis, welches diese Hilfeform in besonderem Maß auszeichnet

Alle Familien erhalten darüber hinaus für ihre Arbeit eine finanzielle Aufwandsentschädigung und einen Beitrag zur Altersvorsorge.


Wie ist der zeitliche Vorbereitungsrahmen?

  • Erstgespräch
  • Schulungen zu wichtigen Themen in der Arbeit mit Pflegekindern-Abschlusszertifikat
  • Erstellung aller notwendigen Bewerbungsunterlagen
  • Erarbeitung eines Genogramm
  • Abschlussgespräch im Verbund (Zusammenschluss einzelner Träger, die in Leipzig mit Erziehungsstellen arbeiten)
  • Hausbesuch und Prüfung durch den Pflegekinderdienst
  • Dauer ca. 3 Monate


Wir arbeiten im Bereich der Erziehungsstellenberatung mit den folgenden vier freien Trägern der Jugendhilfe zusammen.logo_erziehungsstellenverbund_2022_web_220.png

  • Diakonie Leipzig | Diakonisches Werk Innere Mission Leipzig e.V.
  • Herbie e.V.
  • Fairbund e.V.
  • AWO Stadt Leipzig e.V.

Dies umfasst die konzeptionelle Entwicklung, den fachlichen Austausch, die Kontaktgestaltung zum Jugendamt, gemeinsame Veranstaltungen mit den Erziehungsstellenfamilien aller Träger, die Mitarbeit in Gremien und Arbeitskreisen sowie trägerübergreifende Fortbildungsangebote.

Bitte kontaktieren Sie uns gern bei Interesse oder Fragen!

Weitere interessante Informationen zu Erziehungsstellen

Hier finden Sie uns

Evangelische Jugendhilfe | Nikolaikirchhof 3 | 04109 Leipzig

Jugendhilfe | Diakonie Leipzig
Nikolaikirchhof 3
04109 Leipzig
18
51.340726 12.378737