VIELFALTSLEITLINIEN

Vielfalt ist kein Trend – sie ist gelebte Realität und unsere größte Stärke.
Hinter jedem Menschen, der in der Diakonie Leipzig arbeitet, verbirgt sich eine einzigartige Geschichte und eine eigene Perspektive. Genau diese Unterschiede machen unsere Vielfalt aus.
Wir glauben fest daran, dass ein respektvolles, offenes und wertschätzendes Miteinander die Grundlage für eine lebendige Unternehmenskultur ist.
Wenn Menschen sich angenommen fühlen – so wie sie sind –, entsteht Raum für Vertrauen, Innovation und echte Zusammenarbeit.
Unser Engagement für Vielfalt beginnt nicht mit diesen Leitlinien.
Einerseits besteht schon länger eine Antidiskriminierungsvereinbarung. Andererseits gilt ein verbindlicher Gewaltschutzkodex. Demgegenüber zeigen die Leitlinien Wege auf, wie der Aspekt Vielfalt in der täglichen Arbeit mehr und mehr Raum gewinnen kann.
Wir wissen, dass Vielfaltsfreundlichkeit von unserer Lernbereitschaft abhängt und damit von unserer Fehlerkultur und Kommunikation.
Daher laden wir zum Gespräch über diese Leitlinien gerne ein. Wir wählen bewusst die online-Veröffentlichung, um Aktualisierungen ermöglichen und Hinweise aufnehmen zu können. Eure Ideen zur Umsetzung sind willkommen.
Arbeitskreis Vielfalt | Diakonie Leipzig

Zugleich dienen die Leitlinien als gemeinsames Bekenntnis:
für ein Arbeitsumfeld, in dem niemand ausgegrenzt wird, sondern jeder Mensch die gleichen Chancen hat, sich zu entfalten. Sie dient als Orientierungsrahmen für unser tägliches Handeln. Sie ist Ausdruck unserer Haltung – gegen Diskriminierung, für Respekt. Für Zusammenhalt. Denn Vielfalt ist kein Ziel, das man erreicht. Sie ist ein Weg, den wir bewusst gehen.
Die Vielfaltsleitlinien sind sinnvoll, weil sie:
• Standards schaffen, wie Vielfalt sich zeigen darf,
• Chancengleichheit und Diskriminierungsschutz gezielt fördern,
• Unternehmenswerte und -kultur sichtbar machen und stärken,
• rechtliche Vorgaben (z. B. AGG in Deutschland) ergänzen und konkretisieren,
• Personalfindung und Personalentwicklung auf Vielfalt ausrichten.
• die Arbeitgebermarke verbessern und vielfältige Talente ansprechen,
• Zusammenarbeit durch unterschiedliche Perspektiven fördern.
Es ist uns ein Anliegen, dass die Vielfaltsleitlinien Dich in Deinem beruflichen Alltag begleiten und unterstützen. Unter “Umsetzung” und „Praxistools“ findest Du Vorschläge und Ideen, wie Du in Deiner Arbeit und darüber hinaus für Vielfalt in der Diakonie und der Gesellschaft eintreten kannst.
KONTAKT

Johanna Detterer
Referentin Geschäftsführung
Haus der Diakonie
Gneisenaustraße 10
04105 Leipzig
johanna.detterer@diakonie-leipzig.de

Die Schwerpunkte der Vielfaltsleitlinien
HERKUNFT UND RASSISMUSERFAHRUNG

Die Diakonie Leipzig positioniert sich für eine offene, vielfältige und respektvolle Arbeitskultur und gegen Diskriminierung. Diskriminierung hat auch in subtiler Form hat keinen Platz in unserer Gemeinschaft.
- Vielfalt bereichert und stärkt unser Miteinander, und wir unterstützen Menschen mit unterschiedlichen Biografien ihre Perspektiven einzubringen.
- Unbewusste Vorurteile, unbedachte Sprache oder kulturell unsensible Verhaltensweisen können verletzen. Wir setzen auf Dialog, Sensibilisierung und Aufklärung.
- Wer sich diskriminiert fühlt, wird gehört. Erfahrungen von Ausgrenzung werden ernst genommen unabhängig von Absicht oder Ursache.
Umsetzung
Sensibilisierung für Diskriminierung und unbewusste Vorurteile
- Setze dich mit Diskriminierungsformen auseinander – insbesondere rassistischen, kulturellen, geschlechtsbezogenen und anderen Benachteiligungen.
- Reflektiere dein sprachliches Verhalten und deinen Umgang im Alltag im Blick auf mögliche Ausschlüsse, Vorurteile oder Denkmuster.
- Nutze Medienformate, Workshops oder Fortbildungen, um dein Wissen zu erweitern.
- Nimm an Schulungen zu Vielfalt, Diskriminierung und unbewussten Vorurteilen teil.
Anerkennung von Diskriminierungserfahrungen und Förderung eines offenen Austauschs
- Trage zu einer sicheren Gesprächskultur bei, in der unterschiedliche Erfahrungen ernst genommen werden.
- Begegne Diskriminierung aufmerksam – unabhängig davon, ob sie beabsichtigt war oder nicht.
- Setze dich für die Einrichtung geschützter Räume ein, in denen Betroffene ihre Erfahrungen teilen können.
- Mache dich mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten vertraut und biete, wo möglich, Unterstützung an.
Aktive Förderung von Diversität und Chancengleichheit
- Zeige Wertschätzung für die kulturelle, religiöse und biografische Vielfalt deiner Kolleg:innen.
- Erkenne unterschiedliche Perspektiven als Bereicherung für die Zusammenarbeit an.
- Berücksichtige Vielfalt bewusst und aktiv – insbesondere bei Entscheidungen zur Stellenbesetzung oder Teamzusammenstellung.
Weiterführende Quellen
- Antidiskriminierungsstelle des Bundes | www.antidiskriminierungsstelle.de
- Vielfalt entscheidet – Diversity in Leadership | www.vielfaltentscheidet.de
- “Gleichbehandelt werden!” – Informationen zum AGG | www.bmfsfj.de
- Amadeu Antonio Stiftung – gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit | www.amadeu-antonio-stiftung.de
- “Respekt Coaches” – Präventionsprogramm für Vielfalt und Demokratie | www.respekt-coaches.de
BEHINDERUNG, BEEINTRÄCHTIGUNG, BARRIEREFREIHEIT

Die Diakonie Leipzig schafft sichere Lebens- und Arbeitsräume für Inklusion und Beteiligung. Chancengleichheit ist uns wichtig.
- Barrieren können unterschiedlich sein. Für manche sind sie baulich, für manche sprachlich oder in der Wahrnehmung. Wir arbeiten daran Barrieren abzubauen.
- Wir beziehen die Perspektive Betroffener besonders ein. Konkret helfen uns bei der Inklusion das Gesundheitsmanagement, die Fachberatung und die Schwerbehindertenvertretung.
- Wir bejahen die Verschiedenheit von Menschen. Ihr Wert steht fest losgelöst von populären Körperidealen oder gesellschaftlichen Vorstellungen von Leistungsfähigkeit. Die Geschichte von Diskriminierung und Stigmatisierung arbeiten wir auf.
Umsetzung
- Zur Teilhabe für alle gehört, dass du dir mögliche Barrieren bewusstmachst und mithilfst, sie zu verringern. Du erstellt z.B. regelmäßig Informationen in Leichter Sprache und schulst entsprechend.
- Du bedenkst die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Planung von Veranstaltungen. Du suchst die Unterstützung der im Werk vorhandenen Fachkompetenz.
- Diskriminierungen und Beschwerden kannst du mit der Schwerbehindertenvertretung besprechen und/oder anonym melden.
- Du pflegst mit uns einen kritischen Blick auf die Geschichte, in der es guten Aufbrüche aber auch Versagen seitens Diakonie und Kirche gab. Von daher trittst du mit uns öffentlich ein für Teilhabe und wehrst mit lauter Stimme ab, wenn Inklusion, Teilhabe oder gar das Lebensrecht in Frage gestellt werden.
Praxistools
- Schwerbehindertenvertretung (SBV) der Diakonie Leipzig | www.diakonie-leipzig.de/sbv
- Eine Möglichkeit, Texte in einfachere Sprache zu übersetzen, bietet zum Beispiel die KI „AIHub“ des Diakonie-Landesverbands in Sachsen.
ALTER UND GENERATIONENGERECHTIGKEIT

Die Diakonie Leipzig positioniert sich gegen Altersdiskriminierung durch Bewusstseinsbildung und Schaffung einer inklusiven Unternehmenskultur.
- Die Diakonie Leipzig respektiert und berücksichtigt die Bedürfnisse und Stärken der Mitarbeitenden in ihren jeweiligen Lebensphasen.
- Wir schätzen Mitarbeitende aller Generationen und fördern den Wissenstransfer und den Austausch zwischen ihnen.
- Als Dienstgeberin schafft die Diakonie Leipzig ein respektvolles und gerechtes Arbeitsumfeld für alle Altersgruppen.
Umsetzung
- Du nutzt Schulungen und Workshops, um dein Bewusstsein für Altersdiskriminierung zu schärfen und Vorurteile abzubauen.
- Du verwendest eine altersneutrale Sprache z.B. in Stellenanzeigen und der internen Kommunikation, damit sich alle Altersgruppen angesprochen fühlen.
- In einer Führungs- bzw. Anleitungsposition sprichst du in Feedbackgesprächen mit den Mitarbeitenden offen über deren Bedürfnisse und Herausforderungen und achtest auf Hinweise von Altersdiskriminierung.
- Durch Weiterbildungs- und Gesundheitsmaßnahmen sorgst Du dafür, fachlich und körperlich fit zu bleiben.
Praxistools
- Stellenbesetzung: bei der Belegung werden verschiedene Altersgruppen berücksichtigt werden.
- Mentoring: Tandem-Projekte fördern den Wissenstransfer zwischen Jüngeren und Älteren und helfen dabei, Vorurteile abzubauen und Verständnis zu stärken.
- Flexible Arbeitsmodelle: Die Einführung flexibler Arbeitszeiten und -modelle kann Mitarbeitenden ermöglichen, ihre Arbeit besser mit ihren Lebensumständen zu vereinbaren. Vorhandene Angebote wie die Einrichtung eines Arbeitszeitwertkontos werden für alle bekannt gemacht.
- Gleichbehandlungsgesetze: Die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, die eine Diskriminierung aufgrund des Alters verbieten, ist entscheidend, um ein faires Arbeitsumfeld zu gewährleisten.
- Teambildende Maßnahmen: Bei der Planung wird darauf geachtet, dass diese für alle Generationen gleichermaßen geeignet sind.
- Gemeinsame Projekte: um den Gemeinsinn zu stärken eignen sich Projekte wie Theatergruppen oder Chöre
Weiterführende Quellen
- www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Praxis/Arbeitsgestaltung
- www.vielfalt-managen.at/alter-generationen (Beispiel aus Österreich)
GLEICHSTELLUNG VON FAMILIE UND BERUF

Die Diakonie strebt eine inklusive Arbeitskultur an, die Familie und Lebensgemeinschaften wertschätzend unterstützt.
- Uns ist es ein Anliegen sich für die Gleichstellung aller Geschlechter und Beziehungskonstellation einzusetzen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.
- Die Diakonie Leipzig setzt sich für die gleichberechtigte Förderung aller Mitarbeitenden, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Familienkonstellation, ein. Dies schließt die Möglichkeit ein, auch in Teilzeit Karrierechancen zu verfolgen.
- Wir nehmen eine Perspektive ein, die die unterschiedlichen Bedürfnisse und Stärken von Menschen in verschiedenen Lebensphasen berücksichtigt. Dies umfasst die direkte Unterstützung im Arbeitsalltag und den Austausch untereinander.
Umsetzung
- Zeige Wertschätzung für die kulturelle, religiöse und biografische Vielfalt deiner Kolleg:innen.
- Erkenne unterschiedliche Perspektiven als Bereicherung für die Zusammenarbeit im Team an.
- Berücksichtige Vielfalt bewusst und aktiv – insbesondere bei Entscheidungen zur Stellenbesetzung oder Teamzusammenstellung.
Praxistools
- Weiterbildung und Sensibilisierung: Neu Mitarbeitende und Führungskräfte werden Basis – Schulungen zu Gender und Diversity angeboten. Eine Kooperation mit der Antidiskriminierungsstelle wird gelebt.
- Karrieregespräche Inklusiv gestalten: Projektverantwortung und fachliche Leitungsrollen werden auch in geteilter Führung angeboten. Es gibt interne Mentoring-Programme für Mitarbeitende in Elternzeit, Pflegezeiten oder nach längerer Abwesenheit.
- Netzwerke aufbauen und fördern: Interne Netzwerke für beispielsweise pflegende Angehörige, Regenbogenfamilien und Alleinerziehende im Beruf entstehen, dafür werden nach Möglichkeit Ressourcen bereitgestellt, beispielsweise Räume, Zeitkontingente, Budget für Austausch oder Veranstaltungen.
- Sichtbarkeit fördern: Im Geschäftsbericht oder anlässlich von Aktionstagen (z. B. CSD, Weltfrauentag) werden entsprechende Aktivitäten nach außen berichtet.
Weiterführende Quellen
RELIGION UND WELTANSCHAUUNG

In der Diakonie Leipzig ist Nächstenliebe der zentrale Wert unseres Handelns. An ihrer Verwirklichung können alle Menschen unabhängig von ihrer religiösen und weltanschaulichen Heimat mitarbeiten.
- Als christliche Trägerin nimmt die Diakonie Leipzig die große Vielfalt an Überzeugungen, Traditionen und religiöser Praxis bewusst wahr, die zur Identität unserer Mitarbeitenden gehören. Die Menschenfreundlichkeit Gottes ist dabei auch die leitende Intention des diakonischen Handelns.
- Wir wissen: Glaubensüberzeugungen oder weltanschliche Überzeugungen sind intim. Daher verbietet sich die Ausübung von religiösem Druck.
- Die Diakonie Leipzig fördert Sprachfähigkeit bezüglich Religion und Weltanschauung und schafft dazu Begleitung und passende Angebote, um die eigenen Haltungen und die Besonderheiten als kirchliche Trägerin sensibel zu vermitteln.
Umsetzung
- Du stellst dich an die Seite von Personen, wenn sie Diskriminierung erfahren und zeigst Solidarität.
- Du räumst die Möglichkeit ein, den eigenen Glauben auszuüben und respektierst Feste und Feiertage.
- Bei Stellenbesetzungen achtest du zuerst auf die Fachlichkeit.
- Die spirituellen Angebote in deiner Einrichtung verstehst du als Einladung.
- In aktiver Bearbeitung der christlichen Tradition suchst du nach Ausdrucksformen des Glaubens, die inklusiv sind und anschlussfähig und bringst dies zum Ausdruck in der Gestaltung von Ritualen oder geistlich genutzten Räumen.
- Du reflektierst den religiösen Charakter deiner Arbeit durch die Teilnahme oder Mitwirkung an geeigneten Bildungsangebote.
- Grundwissen wird nicht vorausgesetzt; du bemühst dich, Besonderheiten des Glaubens und seiner Geschichte bis hin zum kirchlichen Arbeitsrecht sensibel und freundlich zu vermitteln
Praxistools
- Es gibt eine Arbeitsstelle, die sich mit diakonischer Profilbildung beschäftigt. Sie heißt kurz midi. Dort findet sich neben aktuellen und grundsätzlichen Themen auch ein diakonischer Profil-Check, den du für deine Einrichtung durchführen kannst. www.mi-di.de/themen/diakonisches-profil
- Geistliche Leitung in den Einrichtungen? Dazu hält unsere Führungskräfte-App etwas bereit!
Weiterführende Quellen
- Ein Grundlagentext der Evangelischen Kirche: https://www.ekd.de/christlicher_glaube.htm (Christlicher Glaube und religiöse Vielfalt in evangelischer Perspektive. Ein Grundlagentext des Rates der EKD. Hg. Gütersloher Verlagshaus 2015, ISBN 978-3-579-05978-5)
SEXUELLE UND GESCHLECHTLICHE VIELFALT

Die Diakonie Leipzig erkennt die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und sexueller Orientierungen als Bereicherung an und verpflichtet sich, ein inklusives Umfeld für alle Menschen zu schaffen.
- Wir sensibilisieren alle Mitarbeitenden für diskriminierungsfreie Kommunikation und den Aufbau eines sicheren Arbeitsumfeldes, das frei von Belästigung und Ausgrenzung ist.
- Wir achten auf eine inklusive Sprache, die alle Geschlechtsidentitäten respektiert, und setzen uns für die Sichtbarmachung vielfältiger Lebensentwürfe innerhalb der Diakonie Leipzig ein. Strukturelle Benachteiligungen werden erkannt und gezielt abgebaut, um allen gleiche Chancen zu ermöglichen.
- Wir begrüßen vielfältige Lebensformen – ob Alleinerziehende, Patchwork – Familien, kinderlose Menschen, LGBTQ+ Familien oder sonstige Wahlfamilien. Für uns zählt, dass Menschen füreinander da sind – nicht, wie eine Familie aussieht.
Umsetzung
• Fördere Diversität und Gleichberechtigung in deinem beruflichen Umfeld.
• Sorge für ein wertschätzendes und offenes Arbeitsklima.
• Du lässt dich in diversitätssensibler Kommunikation und inklusiver Personalführung schulen, um Vielfalt kompetent zu fördern.
• Unterstütze den Austausch über unterschiedliche Lebensrealitäten und schaffe Räume für Dialoge.
• Thematisiere Diskriminierungserfahrungen offen, damit diese gehört und bearbeitet werden können.
• Du stärkst das Bewusstsein für Herausforderungen, denen marginalisierte Gruppen begegnen.
• Du achtest darauf, dass queere Perspektiven sichtbar gemacht werden, besonders in der Öffentlichkeitsarbeit.
Praxistools
- Ansprechpersonen für Vielfalt benennen: Stelle in deiner Einrichtung Ansprechpersonen für Diversitäts- und Antidiskriminierungsthemen bereit. Diese fungieren als vertrauensvolle Stellen bei Fragen und Konflikten.
- Schulungen zu diversitätssensibler Kommunikation und Führung anbieten: Ermögliche regelmäßige Trainings zu diskriminierungsfreier Kommunikation und gleichberechtigter Personalführung für alle Mitarbeitenden, insbesondere für Leitungskräfte.
- Inklusive Sprache und geschlechtsneutrale Begriffe konsequent nutzen: Verwende in interner wie externer Kommunikation gendergerechte und respektvolle Sprache (z. B. „Lebenspartner:in“ statt „Ehefrau/Ehemann“) und achte auf die Verwendung gewählter Pronomen.
- Strukturelle Benachteiligungen erkennen und abbauen: Analysiere Arbeitsabläufe und Zugänge in Bezug auf mögliche Benachteiligungen und entwickle gezielte Maßnahmen, um gleiche Chancen für alle zu ermöglichen.
- Räume für Dialoge und Erfahrungsaustausch schaffen: Etabliere Gesprächsformate (z. B. Dialogrunden, Workshops, Teamreflexionen), in denen unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar gemacht und Diskriminierungserfahrungen thematisiert werden können.
Weiterführende Quellen
- „Antidiskriminierung als Querschnittsaufgabe“ Hg.: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) – Praxisleitfaden für Träger sozialer Arbeit, kostenfrei abrufbar www.antidiskriminierungsstelle.de
- BMFSFJ – Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Politische Grundlagen, Studien und Förderprogramme im Bereich Gleichstellung und Vielfalt. www.bmfsfj.de

