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Der Fachbereich Kindertagesstätten hat sich in den letzten zwei Jahren mit besonderem Augenmerk dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet. Hierfür wurde ein strukturierter, zentral gesteuerter und partizipativer Prozess gestartet, um das Thema dauerhaft zu verankern und einen eigenen Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals (17 Ziele) zu leisten. Einrichtungsleitungen, pädagogische Fachkräfte, Kinder und ihre Eltern haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, Vielfalt, Teilhabe und respektvollen Umgang miteinander (soziale Nachhaltigkeit) sowie achtsamen Umgang mit Ressourcen (ökologische Nachhaltigkeit) zu einem festen Bestandteil des Kita-Alltages zu machen.

Im September 2023 hat als Kick-Off ein Fachtag für alle pädagogischen Fachkräfte zum Thema Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit dem Trafo e.V. stattgefunden. Aus dem Fachtag haben sich für das Folgejahr fünf Workshops ergeben zu den Themen „Nachhaltige Veränderung jetzt: Bespiele und Austausch für nachhaltige Veränderungen aus und durch die Kita“, „Gesunde Ernährung“, „Eigene Projekte konkret gestalten und konzipieren für den Alltag“, „Exkursionen planen und angehen“ und „Eltern und Ehrenamtsarbeit“. An allen Workshops hat mindestens eine Person aus jeder Kita teilgenommen und die Inhalte als Multiplikator:in in die eigene Einrichtung getragen. Im September 2024 hat daran anknüpfend der Fachtag „Vielfalt in Kitas“ mit Fokus auf die soziale Dimension von Nachhaltigkeit stattgefunden.

Aus diesem wurden erneut sechs Workshops für das Jahr 2025 abgeleitet zu den Themen „Gleichstellung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, „Herkunft und Rassismuserfahrung“, „Beeinträchtigung, Behinderung und Barrierefreiheit“, „Religion und Weltanschauung“, „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ und „Alter und Generationengerechtigkeit“ und ebenso mit Mulitplikator:innen aus allen Einrichtungen bearbeitet. Alle Workshops waren ganz praxisnah ausgerichtet und hatten stets das Ziel, von- und miteinander zu lernen.

Dieser ganzheitliche Ansatz, der Ökologie, soziale Gerechtigkeit und Bildungsarbeit verbindet, zeigt Wirkung und mündet u.a. in:

  • kontinuierliche Reflexions- und Haltungsarbeit in unseren Teams
  • Änderungen von Alltagsroutinen (z.B. Mülltrennung, Upcycling-Projekte, Reparaturkultur)
  • verschiedenen Naturprojekten (insbesondere unsere Waldwochen auf unserem diakonieeigenen Waldgrundstück, Wandergruppen, naturnahe Gestaltung von Außengeländen mit Säen und Ernten im Jahreskreislauf, Müllsammelaktionen, Besuche beim Imker)
  • achtsamem Umgang mit Ressourcen (z.B. Kleidertauschschränke, Flohmärkte, Wetbags für Dreckwäsche)
  • Sichtbarkeit von Vielfalt und Prävention in Materialien, Sprache, Büchern und Festen, die unterschiedliche Lebensrealitäten widerspiegeln
  • Beteiligung an Spendenaktionen (z. B. Ernte-Dank, Weihnachten im Schuhkarton)
  • Netzwerkarbeit mit Kirchgemeinden, lokalen Händler:innen und Stadtteilakteuren


Über all die großen und kleinen Nachhaltigkeitsaktivitäten berichten wir fortwährend in Form von Aushängen in unseren Kitas, aber auch auf unserem Instagram Kanal.

Im Mai 2026 wurde unser Buch „Einfach nachhaltig – Ideen für Kita und Familie“ veröffentlicht. Mit diesem Buch ermöglichen wir Wissenstransfer, geben Anregungen zu vielfältigen Nachhaltigkeitsprojekten, die zum Mit- und Nachmachen motivieren.

Noch im gleichen Monat erhielten wir den Leipziger Zukunftspreis in der Kategorie „Zeichen setzten, Spuren hinterlassen“. Der Anerkennungspreis, welcher durch das Forum Nachhaltiges Leipzig verliehen wurden, erhielten wir für das Projekt „Unsere Kinder – unsere Zukunft: Nachhaltigkeit erlebbar machen“. Das Jahr 2026 werden wir nutzen, um die Ergebnisse aus unseren Vielfaltsworkshops zu sichern und in einer Vielfaltsrichtlinie für den Fachbereich Kita zu verankern.

Mit unserem ganzheitlichen Prozess, der Einbeziehung unserer Mitarbeitenden, Kinder und Eltern, der Buchveröffentlichung und der Erstellung von Vielfaltsrichtlinien für unsere Kitas gehen wir weit über die Anforderungen des Sächsischen Bildungsplans hinaus: Wir schaffen dauerhafte, übertragbare Strukturen, die bei Kindern, Teams und im Gemeinwesen Spuren hinterlassen.


Die Autoren Christiane Michalski (Fachbereichsleitung Kita) und Dr. Tobias D. Höhn (Journalist und Freier Redner) zeigen anschaulich und verständlich in dem Buch wie Nachhaltigkeit funktionieren kann. In 26 Kapiteln von A wie Abfall bis Z wie Zukunft wird Wissenswertes zum Begreifen und Staunen in kurzen, leicht verständlichen Texten vermittelt.

Dazu gibt es praktische Tipps für die ganze Familie, um den abstrakten Begriff der Nachhaltigkeit in den Alltag zu integrieren; neue Denkanstöße inklusive. Ergänzt wird jedes Kapitel um praxiserprobte Beispiele aus unseren Diakonie Kitas. 

Aufgegriffen werden ganz unterschiedliche Dimensionen der Nachhaltigkeit. Durch Anleitungen und Tipps wird gezeigt, wie Kinder spielerisch an die Thematik herangeführt und Lösungsansätze auf Mikroebene gemeinsam erarbeitet werden können. Dadurch ist das Buch für Familien und pädagogische Fachkräfte gleichermaßen gewinnbringend.

Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein ganzheitlicher Bildungsansatz, der Menschen befähigt, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen nachhaltiger Entwicklung zu verstehen und verantwortungsvoll zu handeln. BNE zielt darauf ab, Wissen, Werte, Kompetenzen und Handlungsbereitschaft so zu vermitteln, dass gegenwärtige Bedürfnisse gedeckt werden, ohne die Handlungsspielräume zukünftiger Generationen zu gefährden. BNE ist ein handlungsorientierter, werte- und kompetenzbasierter Bildungsansatz, der Menschen befähigt, nachhaltig zu denken und zu handeln. Ziel ist nicht nur Wissensvermittlung, sondern die Entwicklung von Urteilsfähigkeit, Verantwortung und Handlungskompetenz zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft.

  • Chancengleichheit: Jede Person hat die gleichen Möglichkeiten.
  • Gesundheit: Körperliches und seelisches Wohlbefinden wird gefördert.
  • Teilhabe: Menschen können mitentscheiden und am Gemeinschaftsleben teilnehmen.
  • Arbeitsbedingungen: Faire, sichere und unterstützende Arbeitsverhältnisse sind sichergestellt.
  • Soziale Zusammenhalt: Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung werden gestärkt.
  • Weniger Umweltbelastung: Schadstoffe, Emissionen und Eingriffe in die Natur reduzieren.
  • sparsamer Umgang mit Ressourcen: Energie, Wasser und Materialien bewusst und sparsam nutzen.
  • Stärkung der Natur, damit sie widerstandsfähig bleibt: Ökosysteme so unterstützen, dass sie sich erholen und stabil bleiben (z. B. Lebensräume und Artenvielfalt schützen).

Ihre Spende macht einen direkten Unterschied: Sie fördert nachhaltige Projekte, die Kindern gesunde Lebensweisen, Naturverständnis und Zukunftskompetenzen vermitteln – und zwar langfristig.

Kinder lernen durch Vorbild und durch praktische Erfahrung. Wenn wir heute in nachhaltige Projekte investieren, legen wir den Grundstein für verantwortungsbewusste Entscheidungen von morgen. Kleine Beiträge summieren sich: Schon mit 10–25 Euro ermöglichen Sie Saatgut, Werkmaterialien oder ein Lernangebot. Größere Beträge unterstützen die übergreifenden Projekte, wie unseren Waldgarten.

Wir sammeln Mittel für übergreifende, nachhaltige Projekte in unseren Kitas, zum Beispiel:

  • Ernährung & Bildung: Bio-Pflanzen, Workshops zu gesunder Ernährung und gemeinsames Kochen mit regionalen Lebensmitteln.
  • Umweltbildung: Material und Ausflüge für Naturerfahrungen, Insektenhotels, Hühner in der Kita
  • Grüne Lernorte: die Erhaltung unseres Waldgartens im Leutzscher Holz, das Anlegen und Pflegen von Kita-Gärten, Hochbeeten
  • Nachhaltige Ausstattung: Reparatur‑ und Upcycling‑Workshops statt Neuanschaffungen, ökologische Spielmaterialien.

Wir berichten transparent: regelmäßige Projektupdates auf unserer Homepage und Instagram. Fotos und kurze Berichte aus den Kitas zeigen, wie Ihre Spende wirkt. Auf Wunsch stellen wir gern Spendenquittungen aus.

Wir freuen uns über jede Unterstützung – ob groß oder klein. Gemeinsam schaffen wir lebendige, nachhaltige Lernräume für unsere Kinder.