Bankkonteneröffnung für ukrainische Kriegsvertriebene

Sachverhalt:

Nach Berichten kann es unter Umständen für Kriegsvertriebene aus der Ukraine bspw. Drittstaatsangehörige problematisch sein, ein Bankkonto zu eröffnen.

Aktueller Stand:

Nach Auskunft der Sparkasse können Girokonten unter der Vorlage folgender Legitimationspapiere eröffnet werden:

  • ukrainischer internationaler Reisepass
  • ukrainische Ausweiskarte "Identity-Card"
  • seit 09.04.2022: ukrainische inländische Ausweisdokumente (kyrillisch, tw. handschriftlich) in Verbindung mit einem Dokument einer deutschen Behörde, aus dem alle zur Identifizierung erforderlichen Daten hervorgehen (in der Praxis üblicherweise Fiktionsbescheinigungen)
  • Personen, die im Besitz von Dokumenten wie z.B. dem Reiseausweis für Ausländer nach § 4 Abs. 1 Nr. 1 AufenthV, dem Reiseausweis für Flüchtlinge gem. § 4 Abs. 1 Nr. 3 AufenthV oder dem Ankunftsnachweis nach § 63a des Asylgesetzes sind, welche üblicherweise für Geflüchtete von deutschen Behörden ausgestellt werden.

Allerdings ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Kontoeröffnung bei der Sparkasse (lt. Eigener Auskunft) für Personen mit russischer und belarussischen Staatsangehörigkeit möglich, wenn kein Aufenthaltstitel eines EU-Mitgliedstaates bzw. ein Visum vorgelegt wird.

Bedeutet bei der Sparkasse, dass für Kriegsvertriebene aus der Ukraine beispielsweise mit russischer Staatsangehörigkeit und ukrainischem Aufenthaltstitel keine Eröffnung eines Bankkontos vor der Registrierung und Erhalt des Aufenthaltstitels möglich ist.

Bei der Volksbank ist dies allerdings möglich.