Ambulantes Clearing (§27(2)SGBVIII)

Wenn ein Kind in Obhut genommen wird, ist dies für jede Familie eine schwierige Krise. Es muss möglichst zügig eine Lösung gefunden werden, wie es weitergehen kann. Hierfür beauftragt der ASD vom Jugendamt die Diakonie, in einem 4-6wöchigen, intensiven Clearingprozess diese Fragen zu beantworten: Was ist für das Kind oder den jungen Menschen jetzt das Richtige? Wo liegt überhaupt das Problem? Was hilft der Familie? Was wollen und brauchen die einzelnen Familienmitglieder? Wer kann helfen?

Wie läuft das Clearing ab?

Es gibt ein erstes Gespräch mit dem ASD, den Sorgeberechtigten, wenn möglich auch der jungen Person und dem Clearing-Team der Diakonie. Das Team besteht aus zwei Sozialpädagog:innen, die im Anschluss mit dem gesamten Familiensystem und den dazugehörigen Netzwerken in Kontakt tritt, um sich ein gutes Bild zu machen, wie es zu der Krise gekommen ist, und wie in Zukunft eine Situation ohne Kindeswohlgefährdung geschaffen werden kann.

Am Ende der 4-6 Wochen gibt das Clearing-Team einen umfassenden Bericht an den ASD mit einer sozialpädagogischen Diagnostik, einer Einschätzung der Situation und Empfehlungen, wie es für die Familie weitergehen kann (Hilfeformen, Hilfeziele, weitere Netzwerke). Ziel ist es, durch diese Entscheidungshilfe für den ASD passgenaue Hilfen für die Familie zeitnah installieren zu können, und Kinder nicht unnötig lange in der Fremdunterbringung zu belassen.

Die beste Option dabei ist immer die Rückführung des Kindes oder der Jugendlichen in elterlichen Haushalt. Wenn das nicht möglich sein sollte, sprechen wir mit der Familie offen darüber, wie eine gute andere Lösung aussehen kann und wie ein kindeswohldienlicher Kontakt gelingen kann.

Das können Familien von uns erwarten:

  • Orientierung in der Krise: Wir sind für Sie und Ihr Kind Ansprechpartner in der Krisensituation und erklären Ihnen, was passiert.
  • Erreichbarkeit: Das Clearingteam ist gut über Handy, Messenger und E-Mail für Sie zu erreichen, wenn Sie Fragen haben.
  • Lebenswelt- und Kultursensibilität: wir berücksichtigen Ihre spezielle Lebenssituation, die Kultur und die Religion Ihrer Familie, egal ob Sie einer Religion angehören oder nicht.
  • Ressourcenorientierung: uns ist wichtig, zu benennen, was gut läuft in der Versorgung des Kindes und der Beziehungen in der Familie, was funktioniert, wo bereits Unterstützung stattfindet.
  • Traumasensibilität: Eine Inobhutnahme ist eine Hochstress-Situation für alle Beteiligten. Wir wissen, dass man da nicht immer so reagieren kann, wie man es normalerweise tut. Wir geben Ihnen Methoden an die Hand, sich selbst zu beruhigen, wenn das nötig ist.
  • Transparenz: Wenn wir Kritik haben oder Gefahr sehen, teilen wir Ihnen das offen mit. Wir informieren Sie über die Optionen, die Sie haben. Wenn Sie Kritik haben, dürfen Sie uns dies auch offen und ehrlich sagen.

KONTAKT

Diakonisches Werk Innere Mission Leipzig e.V.
Ambulantes Clearing (§27(2)SGBVIII)
Ambulante Jugendhilfe
Nikolaikirchhof 3
04109 Leipzig

Leitung
Frauke Narinder
M +49 151 22 27 04 59
frauke.narinder@diakonie-leipzig.de

Kontakt für Fallanfragen
Maria-Theresia Sieger
T +49 151 27 15 38 57
fallkoordination.AmbJuHi@diakonie-leipzig.de

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