Diakonie Leipzig
Vielfalt für das Leben

04.11.2011 | Diakonie Leipzig feiert 142. Jahresfest

Mit einem Festgottesdienst am 6. November 2011 um 09:30 Uhr in der Thomaskirche zu Leipzig feiert das Diakonische Werk Innere Mission Leipzig e.V. sein 142. Jahresfest.


Bei der öffentlichen Mitgliederversammlung am 5. November 2011 legen Vorstand und Verwaltungsrat Rechenschaft über die Arbeit im vergangenen Berichtszeitraum ab. Ein Thema dabei ist die Auswirkung der Wirtschaftskrise auf den Sozialverein. Wie erwartet hat sich die Wirtschaftskrise mit Verspätung auf die Sozialverbände ausgewirkt. Dies ist in verschiedenen Bereichen spürbar, in denen die Finanzierung der öffentlichen Hand nicht ausreicht, um die Kosten zu decken.

Der vollständige Jahresbericht des Diakonischen Werkes Innere Mission Leipzig e.V. kann auf der Internetseite www.diakonie-leipzig.de heruntergeladen werden.

Mit etwa 1000 Angestellten in über 40 Einrichtungen der Altenhilfe, Behindertenhilfe und der sozialen Beratungsstellen ist das Diakonische Werk der größte Träger der freien Wohlfahrtspflege in Leipzig. Die Auslastungszahlen der Pflegeheime der Diakonie sind im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Die Tagespflege hat noch freie Kapazitäten, im Bereich des Betreuten Wohnens dagegen gibt es Wartelisten. Die Auftragslage in den Werkstätten für behinderte Menschen war relativ stabil. In den Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen ist eine Zunahme von Menschen mit einer Kombination von geistiger Behinderung und starker Verhaltensauffälligkeit zu verzeichnen. Dies erfordert in manchen Bereichen Umstrukturierungen sowie Fortbildung des Personals. 73 Menschen mit Behinderungen werden derzeit in Außenwohngruppen bzw. im Ambulant Betreuten Wohnen des Diakonischen Werkes Innere Mission Leipzig betreut. Hier folgt die Diakonie dem Bestreben, Menschen mit Behinderungen nach dem Prinzip „ambulant vor stationär“ zu betreuen und sie damit so weit wie möglich am „normalen“ Leben in der Gesellschaft teilhaben zu lassen. In den sozialen Beratungsstellen ist fast durchweg die Kapazitätsgrenze der Auslastung erreicht. In manchen Einrichtungen (Evangelische Lebensberatungsstelle und Suchtberatungs- und ambulante Behandlungsstelle Blaues Kreuz) müssen die Klienten mit Wartezeiten rechnen.

Zunehmend wird es in manchen Bereichen schwierig, geeignetes Personal zu bekommen. Für einige Berufe rechnet die Diakonie für die Zukunft mit Engpässen – dies betrifft vor allem Altenpfleger/innen und Erzieher/innen. Hier wird verstärkt Nachwuchsförderung betrieben. Schwerpunktsetzung in der Personalpolitik ist neben der Suche nach geeignetem Personal die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie das Gesundheitsmanagement.

Die Diakonie ist bei ihrer Arbeit weiterhin auf Spenden sowie auf ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen. Beide Bereiche konnten im vergangenen Berichtszeitraum leicht ausgebaut werden. Trotz aller Bemühungen wird das durch die Kürzungen im Sozialhaushalt entstehende Loch mit Spenden jedoch nicht ausgeglichen werden können.


Susanne Straßberger

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