Diakonie Leipzig
Vielfalt für das Leben

Chronik –Text


Die Borsdorfer Diakonissenschwesternschaft - Chronologie


  • 1890 Das "Martinstift" der Inneren Mission Leipzig, die "Erziehungsstation" für gefährdete Mädchen von 14 - 18 Jahren, wird nach Borsdorf verlegt. Es ist die erste Anstalt dieser Art in Deutschland. Vereinsschwestern der Inneren Mission Leipzig tun diesen Dienst mit einer Ausbildung für die Fürsorge - Erziehung.


  • 1894 Das Frauenheim wird gebaut und am 3. Oktober eingeweiht. Über dem Frauenheim steht als Losungswort: "Die Liebe hofft alles". Es werden "bleibende Mitarbeiterinnen" gesucht.


  • 1896 Die Innere Mission Leipzig fasst den Beschluss, ein eigenes Diakonissen-Mutterhaus zu gründen. Der Gründungstag ist der 25. Oktober 1896. Beginn mit 15 Schwestern. Erste Oberin: Schwester Elisabeth Hammer aus dem Diakonissen-Mutterhaus Berlin-Plötzensee. Erster Rektor des Hauses: Pastor Glüh.


  • 1902 Aufnahme des Hauses in den Kaiserswerther Verband mit 45 Schwestern. Ein eigenes Mutterhaus wird im Gelände der damaligen "Borsdorfer Anstalten" der Inneren Mission Leipzig bezogen. Dieses Haus wurde 1943 durch Bomben zerstört.


  • 1907 Durch das neue Fürsorgegesetz kommen die sozial gefährdeten jungen Frauen nicht mehr freiwillig zu uns; sie werden eingewiesen. Aufnahme in den Kaiserswerther Verband e.V. deutscher Diakonissenmutterhäuser mit 45 Schwestern.


  • 1913 Die Borsdorfer Diakonissen sind in vielen Arbeitsgebieten der Inneren Mission Leipzig anzutreffen: In Fabrikmädchenheimen, Polizeiassistenz, Mitternachtsmission, Armendiakonie, Kinderarbeit und vieles mehr. Im Krieg: Lazarettdienst.


  • 1927 Die Schwesternschaft siedelt in das Mutterhaus in Lindhardt bei Naunhof über. Neuer Name: "Diakonissenhaus Neu-Borsdorf in Lindhardt". Mitten im Wald gelegen bietet es für die Schwestern gute Möglichkeiten für Erholung und Ausbildung und ruhige Ausbildung der Probeschwestern. Jede Schwester nimmt einmal im Jahr an einer Rüstzeit teil. Sonntags steht das Mutterhaus den Kirchgemeinden und der christlichen Jugend offen.


  • 1933 Frau Oberin Hammer geht in den Ruhestand. Weitere Oberinnen sind: Frau Oberin Weike bis 1946, Frau Oberin Kerkmann bis 1957, Frau Oberin Stoss bis 1977, Frau Oberin Annita Sperling bis 1997, Schwester Rose Bareiß bis Januar 2003, danach Schwester Chr. Knüpfer.


  • Rektoren: Pastor Glüh, Pastor Möhring, Pastor Schmidt bis 1899, Pfarrer Wiemer bis 1940, Missionsdirektor Mieth bis 1946, Miss.-Dir. Pfr. Wagner bis 1957, Pfarrer Keil bis 1968, Pfarrer Günnel bis 1988, Pfr. Kimme bis 2002, ab 2003 Frau Pfarrerin F. Müller.


  • 1933 Acht Schwestern übernehmen den Dienst an geistig behinderten Kindern im Katharinenhof in Großhennersdorf, Oberlausitz. Er endet später in großem Leid durch den Abtransport vieler Kinder. Dieser Dienst an den behinderten Menschen ist wie eine "Vorschattung" auf unseren späteren Dienst in Borsdorf.


  • 1935 Wiederholt werden Pläne für ein Feierabendhaus für die Diakonissenschwestern geschmiedet. Zweimal scheitert es an der Geldentwertung und an den politischen Verhältnissen.


  • 1940 Rückverlegung des Mutterhauses aus Lindhardt nach Borsdorf in das Gebäude des ehemaligen "Martinstiftes", dem ersten Gebäude der Arbeit in Borsdorf.


  • 1943 Großer Luftangriff. 3 Häuser werden völlig vernichtet. Es entstehen viele Schäden im ganzen Gelände. 2 Schwestern und 3 Kinder kommen bei diesem Luftangriff ums Leben.


  • 1952 Der Staat nimmt die Erziehungsarbeit den kirchlichen Einrichtungen aus der Hand (Einrichtung der staatlichen "Jugendwerkhöfe"). Umstellung der Arbeit auf den Dienst an geistig behinderten Frauen und Kindern.


  • 1960 Einstellung der Ausbildung für die Fürsorge-Erziehung (zu DDR-Zeit: Kirchliche Heimerziehung).


  • 1973 Profilierung der Ausbildung zum "Seminar für Heilerziehungspflege" mit einer dreijährigen Ausbildung.


  • 1977 Einweihung eines neuen Schwesternhauses mit 13 kleinen Zimmern (ca. 9 m²) als Zweitzimmer für Diakonissen im Dienst. Es konnte mit "Limexmitteln" erbaut werden.


  • 1993 geht Sr. Gertrud Zwanzig, die 36 Jahre das Frauenheim geleitet hat, in den Ruhestand.


  • 1996 begehen 36 Diakonissen vom 25. - 27. Oktober das 100-jährige Bestehensjubiläum der Borsdorfer Diakonissenschwesternschaft.


  • Es beginnen die Planungen für ein neues Schwesternwohnhaus mit 23 Wohnungen, das im Anschluss an das Mutterhaus gebaut werden soll.


  • 1997 wird als neue Oberin Sr. Rose Bareiß aus dem Partnermutterhaus Großheppach-Beutelsbach als neue Oberin gewählt.


  • Am 20. 04. 1997 findet die Verabschiedung von Sr. Annita Sperling in den Ruhestand und die Einführung von Sr. Rose Bareiß in das Oberinnenamt statt.


  • 1999 1. Mai: Einweihungsfest des neu erbauten Schwesternwohnhauses mit 23 Mietwohnungen für betreutes Wohnen (6 davon sind behindertengerecht) und des umgebauten Mutterhauses mit 4 Mietwohnungen. Diese Baumaßnahmen wurden im sozialen Mietwohnungsbau des Freistaates Sachsen durchgeführt.


  • 2002 wird Sr. Christa Knüpfer als neue Oberin gewählt.


  • 2003 Am 02. Februar 2003 wird Sr. Rose Bareiß verabschiedet und Sr. Christa Knüpfer als neue Oberin in das Amt eingeführt.
 
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