Diakonie Leipzig

Erzgebirgetour


Zum nunmehr dritten Mal packte das Team die Fahrradtaschen, um fremde Wälder, unbekannte Landstriche zu entdecken und um neuen Herausforderungen entgegen zu treten.


Nach den beiden Elbradtouren, von Hamburg nach Dessau und von Schmilka nach Wittenberg, machten wir uns diesmal zu viert auf, in das schöne Erzgebirge, entlang der Tschechischen Grenze.



Dieser Beitrag soll zeigen, das Tschechien mehr zu bieten hat als nur seine Märkte. So ist doch Mutter Natur mit seiner märchenhaften Landschaft in unserer sächsischen Heimat quasi vor der Haustür. Der folgende Text dient als eine Empfehlung für alle Naturfreunde, Fahrradfreaks und Sympathisanten der körperlichen Bewegung.



Tag 1 Sonntag, der 19.10


Los ging es in Leipzig- am Stötteritzer Bahnhof. Ja richtig mit dem Zug (man gönnt sich ja sonst nichts). Die Uhrzeit habe ich verdrängt, aber der frühe Vogel fängt den Wurm. (Das sind mindesten schon 5 Euro ins Phrasenschwein…) Auf den Weg nach Zwickau wurden zunächst die neusten Errungenschaften an und um unseren Fahrräder stolz präsentiert. Schließlich sollte man sich bei so einer Tour genau überlegen wo man das eine oder andere Gramm sparen kann bzw. sich in punkto Sicherheit auf einen hohen Standard bringen.


Von Zwickau ging es dann mit der Vogtlandbahn, direkt zu unseren Startpunkt, Schöneck in 772m Höhe. Also ging es nun endlich los. Wir waren gerade 320 Sekunden unterwegs als sich die Luft aus einen der Reifen verabschiedete.


Nachdem wir das Problem provisorisch behoben haben rollten wir zunächst bergab. Dann wieder bergauf…und wieder abwärts…dann wieder steil nach oben…und…naja und so weiter. Auf jeden Fall war es anfangs ungewohntes Terrain für einen Stadtmenschen. Aber nach ein paar Kilometern fanden dann alle in Tritt.


Über Johanngeorgenstadt erreichten wir nun Tschechien. Dort ging es hoch auf den „Blatensky vrch“(Plattenberg) in 1042m Höhe. Der Anstieg war enorm und irgendwie waren wir auch nur noch zu dritt als wir oben ankamen. Dennoch war die Aussicht aller Mühen wert.

Mit Vollkaracho ging es dann wieder runter ins Tal zu unserer ersten Herberge in „Horni Blatna“ (Platten). Dort trafen wir dann auch unseren vierten Mann wieder (Er hatte nun ein paar Kilometer mehr auf seinem Tacho zu verbuchen…).

Unsere erste Etappe war also nach 47km und ca. 500 Höhenmetern beendet. Knödel und Gulasch waren der letzte Höhepunkt eines anstrengenden aber sehr erfahrungsreichen Tages.


Tag 2 Montag, der 20.10


Mit den „Klinovec“- 1243m (Keilberg) stand uns schon gleich am zweiten Tag der höchste Berg der Tour bevor. Es war ein hartes Stück Arbeit, da es gleich zum Anfang steil los ging, Mit viel Magnesium und Powerriegeln haben wir auch diese Hürde überstanden. Oben angekommen, mussten wir uns zunächst warm anziehen, jedoch entschädigte der fantastische Ausblick an diesen sonnigen Tag für all die „Quälereien“ und Mühen.


Über Jöhstadt (in Deutschland) ging es nach einer rasanten Abfahrt (62kmh Spitze!!!)wieder runter auf 600 Meter. Zwischendurch gönnten wir uns noch eine kleine Stärkung (Knödel mit Gulasch- was sonst) in einen kleinen Dorf in Tschechien. Danach ging es noch einmal in einen kraftraubenden Anstieg hinauf auf 880m. Anschließend rollten wir mehr oder weniger runter in unser Schlafdomizil in Rübenau auf ca.700m Höhe. Dieser Tag wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben, aufgrund der 800 Höhenmeter und der 82km Strecke…


Tag 3 Dienstag, der 21.10


Das Ziel heute war Zinnwald. Das Wetter top! Nach einem kurzen Abstecher über Tschechien fuhren wir, entlang der Grenze auf der deutschen Seite, über viele Anstiege und tolle Abfahrten. Die Beine waren langsam müde, doch der Teamgeist war ungebrochen uns so ermutigten wir uns gegenseitig, sodass uns kein Berg in die Knie zwingen konnte. Kurz vor unserem Ziel ging es noch einmal heftig bergauf hoch zum Kahleberg auf 905m (auf den Weg nach oben verabschiedete sich nun auch mein Gepäckträger mit einem lauten Krachen…) Die Aussicht auf den Wintersportort Altenberg war atemberaubend und toppte bislang alles Gesehene… Nach 70km und ca.600 Höhenmetern ging auch dieser Tag zu Ende.


Tag 4 Mittwoch, der 22.10


Heute standen uns noch einmal 52km nach Königsstein bevor. Das Wetter war zur Abwechslung mal nass-kalt. Die meiste Zeit ging es bergab und demnach auch recht zügig voran. Zu blöd dass zwischendurch die eine oder andere Bremse versagte…dennoch sind alle gut in Königsstein angekommen.

Dies war eine unvergessliche Tour voller Erlebnisse (trotz einiger Krämpfe und BlessurenJ) in einer der schönsten Regionen die unsere Welt zu bieten hat.


Ein besonderer Dank geht an unseren Teamchef und Tourplaner Christfried.


Tobias Rabe

 
 
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